Einblasdämmung Mühlenbecker Land – Kosten, Förderung & Vorteile
In vielen Häusern im Mühlenbecker Land entweicht ein erheblicher Teil der Heizwärme ungenutzt über ungedämmte Außenwände, Dächer und Dachböden. Über ein ungedämmtes Dach gehen bis zu 30 Prozent der gesamten Wärme eines Hauses verloren, bei Außenwänden sind es bis zu 35 Prozent. Die Einblasdämmung in Mühlenbecker Land bietet eine effektive Möglichkeit, diese Wärmeverluste deutlich zu reduzieren.
Das Verfahren eignet sich besonders für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden. In der Region finden sich zahlreiche Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften aus verschiedenen Bauepochen. Häuser mit zweischaligem Mauerwerk, die bis etwa 1940 errichtet wurden, profitieren von einer Kerndämmung. Bei Massivhäusern aus späteren Jahrzehnten kommt häufig die Dämmung von Dach, Dachboden oder Kellerdecke in Frage.
Die Arbeiten sind in der Regel innerhalb eines Tages abgeschlossen. Der Dämmstoff wird über kleine Öffnungen in die Hohlräume eingeblasen, sodass keine aufwendigen Bauarbeiten erforderlich sind. Für Dämmmaßnahmen stehen zudem staatliche Förderprogramme zur Verfügung, die die Investitionskosten senken. Die Amortisation einer Kerndämmung liegt erfahrungsgemäß bei vier bis sieben Jahren.
Das Wichtigste in Kürze
Die Investition amortisiert sich bei aktuellen Energiepreisen oft bereits nach 4 bis 7 Jahren.
Die Dämmarbeiten für ein Einfamilienhaus sind in der Regel an nur einem Tag abgeschlossen.
Es ist kein Gerüst erforderlich – die Fassadenoptik, etwa Klinker, bleibt vollständig erhalten.
Staatliche Förderung: Bis zu 20% über BAFA oder alternativ 20% Steuerbonus nach §35c EStG.
Sofort spürbar: Die Innenwandoberfläche erwärmt sich um etwa 3 bis 5°C nach der Dämmung.
Was ist die Einblasdämmung?
Die Einblasdämmung bezeichnet ein Verfahren, bei dem loser Dämmstoff mit Überdruck in Hohlräume eines Gebäudes eingebracht wird. Die bekannteste Anwendung ist die Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk: Dabei wird die Luftschicht zwischen Innen- und Außenmauer vollständig mit Dämmstoff verfüllt. Das Ergebnis ist eine lückenlose Hohlraumdämmung, die den Wärmeverlust über die Außenwand deutlich reduziert.
Neben der Kerndämmung eignet sich das Einblasverfahren für weitere Bereiche. Bei Dächern lässt sich der Dämmstoff in die Zwischensparren einblasen, um Wärmeverluste über die Dachfläche zu minimieren. Dachböden erhalten eine Dämmschicht direkt auf der obersten Geschossdecke. Auch Kellerdecken und Kriechkeller profitieren von dieser Methode, da schwer zugängliche Hohlräume problemlos erreicht werden.
Ein verbreiteter Irrtum lautet, dass die vorhandene Luftschicht im Altbau bereits ausreichend dämmt. Tatsächlich zirkuliert die Luft in diesem Hohlraum – ein Effekt namens Konvektion. Warme Luft steigt auf, kühlt ab und sinkt wieder herab. Dieser Kreislauf transportiert kontinuierlich Wärme von der Innenwand zur Außenwand. Erst wenn der Hohlraum vollständig mit Dämmstoff gefüllt ist, stoppt diese Luftbewegung und die Wärme bleibt im Gebäude.
Das Verfahren selbst läuft in drei Schritten ab: Zunächst entstehen kleine Bohrungen von etwa 18 bis 25 Millimetern Durchmesser in den Kreuzfugen der Klinkerfassade oder im Putz. Anschließend gelangt der Dämmstoff – etwa Mineralwolle, EPS-Granulat oder Perlite – über Schläuche und Einblasmaschinen in den Hohlraum. Zum Abschluss werden die Bohrlöcher fachgerecht verschlossen.
Viele Gebäude im Mühlenbecker Land und der gesamten Region Berlin/Brandenburg stammen aus den Baujahren 1900 bis 1940. Diese Häuser mit zweischaligem Mauerwerk verfügen typischerweise über eine Luftschicht von 4 bis 5 Zentimetern – ideale Voraussetzungen für eine nachträgliche Kerndämmung.
Für welche Gebäude eignet sich Einblasdämmung in Mühlenbecker Land?
In Ludwigsfelde findet sich eine große Anzahl von Gebäuden mit zweischaliger Bauweise, die sich für eine Kerndämmung eignen. Besonders Häuser aus der Vorkriegszeit bis 1940 wurden häufig mit dieser Konstruktion errichtet – sowohl Einfamilienhäuser als auch Mehrfamilienhäuser in Stadtteilen wie der Altstadt oder den Siedlungen. Die zweischalige Bauweise war in der Region Brandenburg weit verbreitet, da sie guten Schutz vor Feuchtigkeit bot.
Technische Voraussetzung für eine Kerndämmung ist das Vorhandensein eines Hohlraums zwischen Innen- und Außenmauer mit ausreichender Breite (mindestens 5 cm) und dass dieser Hohlraum zugänglich und nicht bereits verfüllt ist. Nicht geeignet ist das Verfahren bei einschaligem Mauerwerk, bei bereits vorhandener Dämmung im Hohlraum oder wenn die Außenwand erhebliche Feuchtigkeitsschäden aufweist. In solchen Fällen müssen zunächst andere Sanierungsmaßnahmen erfolgen oder alternative Dämmmethoden wie eine Außendämmung gewählt werden.
Ist Ihr Haus für Einblasdämmung geeignet?
Nicht jedes Haus kann mit dem Einblasverfahren gedämmt werden. Die Kerndämmung setzt eine zweischalige Bauweise mit einem bestehenden Hohlraum zwischen Innen- und Außenmauer voraus. Ob Ihr Gebäude diese Voraussetzung erfüllt, lässt sich durch einige Merkmale eingrenzen – eine endgültige Beurteilung erfordert jedoch eine fachliche Begutachtung vor Ort. Diese führen wir kostenfrei durch, auch wenn sich herausstellt, dass Ihr Haus nicht für das Verfahren geeignet ist.
Zweischaliges Mauerwerk erkennen
Ihr Haus wurde vor 1940 errichtet. In dieser Bauphase war das zweischalige Mauerwerk mit einer Luftschicht Standard.
Ihre Außenwand ist 30 cm oder dicker. Messen Sie am besten an einer Fensterlaibung. Typische Maße für zweischaliges Mauerwerk sind 30-36 cm oder 43-48 cm.
Klopftest: Ein hohler Klang beim Klopfen auf die Außenwand von innen kann auf einen Luftzwischenraum hindeuten. Ein voller, dumpfer Klang spricht eher für massives, einschaliges Mauerwerk.
Vorteile der Einblasdämmung
Günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Kerndämmung
Die Kosten für eine Kerndämmung liegen bei etwa 25 bis 50 Euro pro Quadratmeter. Damit zählt sie zu den wirtschaftlichsten Maßnahmen der energetischen Sanierung überhaupt. Zum Vergleich: Ein Wärmedämmverbundsystem kostet das Drei- bis Vierfache. Keine andere Dämmmaßnahme erreicht eine vergleichbare Energieeinsparung bei so geringer Investition. Für ein typisches Einfamilienhaus in Mühlenbecker Land mit etwa 100 Quadratmetern Wandfläche bewegt sich die Gesamtinvestition im niedrigen vierstelligen Bereich.
Messbare Einsparungen bei den Heizkosten
Durch die Kerndämmung verbessert sich der Wärmeschutz der Außenwand um etwa 80 Prozent gegenüber dem ungedämmten Zustand. In der Praxis bedeutet das: Die Heizkosten sinken um bis zu 20 Prozent. Bei den aktuellen Energiepreisen macht sich das im Haushaltsbudget deutlich bemerkbar. Die Einsparung tritt unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten ein – bereits in der ersten Heizperiode lässt sich der Effekt an den Verbrauchswerten ablesen.
Sofort spürbarer Wohnkomfort
Der Komfortgewinn ist keine abstrakte Größe, sondern physikalisch messbar. Die innere Wandoberflächentemperatur steigt nach einer Kerndämmung typischerweise von etwa 12 auf 17 Grad Celsius. Dieser Unterschied beseitigt den unangenehmen Kaltluftabfall an Außenwänden. Das Phänomen kennen viele Bewohner älterer Häuser: Trotz warmer Raumluft fühlt sich der Bereich nahe der Außenwand kühl und zugig an. Nach der Dämmung verteilt sich die Wärme gleichmäßiger im Raum. Die Behaglichkeit steigt sofort – noch bevor die erste Heizkostenabrechnung eintrifft.
Wirksamer Schutz vor Schimmelbildung
Ein verbreiteter Irrtum lautet, dass Dämmung Schimmel begünstigt. Das Gegenteil ist der Fall. Schimmel entsteht, wenn warme, feuchte Raumluft auf kalte Wandoberflächen trifft und dort kondensiert. Genau dieses Problem löst die Kerndämmung: Die Innenwand wird wärmer und bleibt trocken. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik hat in Untersuchungen bestätigt, dass kerngedämmte Wände häufig trockener sind als ungedämmte. Die Dämmung wirkt also aktiv gegen Schimmelbildung – ein wichtiger Aspekt für die Wohngesundheit.
Schnelle und saubere Durchführung
Die Einblasdämmung gehört zu den am wenigsten invasiven Sanierungsmaßnahmen. Die gesamte Arbeit ist in der Regel an einem einzigen Tag abgeschlossen. Da der Dämmstoff durch kleine Bohrungen in der Fuge eingeblasen wird, entfallen aufwendige Vorbereitungen:
- Kein Gerüst erforderlich
- Keine Erdarbeiten im Garten
- Kein Schmutz oder Lärm im Hausinneren
- Bewohner können während der Arbeiten im Haus bleiben
Für bewohnte Objekte in Mühlenbecker Land ist das ein entscheidender praktischer Aspekt.
Vollständiger Erhalt der Fassadenoptik
Im Berliner Speckgürtel und auch in Mühlenbecker Land prägen viele Klinkerhäuser das Ortsbild. Bei einer Außendämmung würde der charakteristische Klinker hinter einer Putzschicht verschwinden. Die Kerndämmung hingegen verändert das äußere Erscheinungsbild nicht. Der Dämmstoff befindet sich unsichtbar im Hohlraum zwischen den beiden Mauerschalen. Nach Abschluss der Arbeiten sind lediglich die verschlossenen Bohrlöcher in der Fuge sichtbar – und auch diese fügen sich unauffällig in das Fugenbild ein. Der Charakter des Hauses bleibt vollständig erhalten.
Kosten der Einblasdämmung in Mühlenbecker Land
Die Kosten einer Einblasdämmung in Mühlenbecker Land setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen. Anders als bei pauschalen Quadratmeterpreisen, die oft genannt werden, hängen die tatsächlichen Kosten vom individuellen Gebäude ab.
Folgende Faktoren beeinflussen den Preis der Kerndämmung:
- Hohlraumbreite: Die Breite des Luftspalts zwischen den beiden Mauerschalen bestimmt die benötigte Dämmstoffmenge. Bei Häusern aus der Bauzeit zwischen 1900 und 1940 variiert diese typischerweise zwischen 4 und 8 Zentimetern.
- Zu dämmende Fläche: Die Gesamtfläche der Außenwände beeinflusst sowohl den Material- als auch den Arbeitsaufwand.
- Zugänglichkeit: Schwer erreichbare Bereiche, verwinkelte Fassaden oder notwendige Gerüstarbeiten können den Aufwand erhöhen.
- Dämmstoffwahl: Je nach gewähltem Material – etwa Mineralwolle, EPS-Granulat oder Steinwolle – variieren die Materialkosten.
- Zustand des Mauerwerks: Vor der Dämmung muss geprüft werden, ob der Hohlraum frei und das Mauerwerk intakt ist. Eventuelle Vorarbeiten fließen in die Kalkulation ein.
Die genannten Faktoren führen dazu, dass pauschale Preisangaben pro Quadratmeter nur bedingt aussagekräftig sind. Für eine realistische Einschätzung der Kosten in Mühlenbecker Land ist eine Vor-Ort-Begutachtung durch einen Fachbetrieb erforderlich. Die hier genannten Werte dienen als unverbindliche Richtwerte.
Amortisationszeit: Wann rechnet sich die Investition?
Die Investition in eine Kerndämmung amortisiert sich in der Regel nach 4 bis 7 Jahren. Dieser vergleichsweise kurze Zeitraum ergibt sich aus dem günstigen Verhältnis zwischen Investitionskosten und eingesparten Heizkosten. Über ungedämmte zweischalige Außenwände entweichen bis zu 35 Prozent der Heizwärme – dieser Verlust reduziert sich durch die Dämmung um etwa zwei Drittel.
Bei einer angenommenen Nutzungsdauer von 40 Jahren und mehr bedeutet das: Nach der Amortisationsphase profitieren Eigentümer über Jahrzehnte von den reduzierten Heizkosten. Die Einblasdämmung gehört damit zu den wirtschaftlichsten Maßnahmen der energetischen Sanierung.
Kostenvergleich: Einblasdämmung und Wärmedämmverbundsystem
Im Vergleich zu einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist die Einblasdämmung deutlich kostengünstiger. Während bei einem WDVS die gesamte Fassade mit Dämmplatten verkleidet, verputzt und gestrichen werden muss, nutzt die Kerndämmung den bereits vorhandenen Hohlraum im zweischaligen Mauerwerk.
Die Preise für ein WDVS liegen erfahrungsgemäß beim Drei- bis Fünffachen einer Einblasdämmung. Hinzu kommt: Das ursprüngliche Erscheinungsbild der Fassade bleibt bei der Kerndämmung vollständig erhalten. Für Eigentümer in Mühlenbecker Land, deren Häuser über zweischaliges Mauerwerk verfügen, stellt die Einblasdämmung daher oft die wirtschaftlich sinnvollere Alternative dar.
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Förderung für Einblasdämmung in Mühlenbecker Land
Für Einblasdämmung als Einzelmaßnahme an der Gebäudehülle stehen in Mühlenbecker Land verschiedene staatliche Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) können Eigentümer zwischen einem Direktzuschuss über das BAFA oder einem Steuerbonus wählen. Bei einer typischen Kerndämmung eines Einfamilienhauses mit Kosten von etwa 4.000 bis 6.000 Euro liegt die mögliche Ersparnis durch Förderung zwischen 600 und 1.200 Euro – je nach gewählter Option und individueller Situation.
Besonders relevant für die Kerndämmung: Die technischen Anforderungen unterscheiden sich von anderen Dämmmaßnahmen. Ein U-Wert von 0,20 W/(m²K) muss nicht erreicht werden, da dies bei zweischaligem Mauerwerk mit begrenzter Hohlraumbreite technisch oft nicht möglich ist. Stattdessen genügt es, wenn der Hohlraum vollständig mit einem Dämmstoff ausgefüllt wird, dessen Wärmeleitfähigkeit maximal 0,035 W/(mK) beträgt. Diese Anforderung erfüllen alle gängigen Einblasdämmstoffe wie Mineralwolle oder EPS-Granulat.
Hinweis: Die folgenden Informationen entsprechen dem Stand Juni 2025. Förderbedingungen können sich ändern. Diese Übersicht ersetzt keine individuelle Beratung durch einen Energieberater oder Steuerberater.
Option A: Direktzuschuss über das BAFA
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt für Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle einen Direktzuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Wurde die Maßnahme zuvor in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) empfohlen, erhöht sich der Zuschuss um weitere 5 Prozentpunkte auf insgesamt 20 Prozent.
Die förderfähigen Investitionskosten liegen zwischen 2.000 Euro als Mindestgrenze und 30.000 Euro pro Wohneinheit. Mit iSFP-Bonus verdoppelt sich die Obergrenze auf 60.000 Euro pro Wohneinheit. Für eine Kerndämmung mit Kosten von 5.000 Euro bedeutet das konkret: 750 Euro Zuschuss ohne iSFP oder 1.000 Euro mit iSFP.
Der Antrag muss zwingend vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Der Liefer- und Leistungsvertrag sollte daher eine aufschiebende Bedingung enthalten, die den Vertrag erst bei Bewilligung der Förderung wirksam werden lässt.
Option B: Steuerbonus nach §35c EStG
Alternativ zum Direktzuschuss können 20 Prozent der Kosten direkt von der Steuerschuld abgezogen werden. Die Verteilung erfolgt über drei Jahre: 7 Prozent im ersten Jahr, 7 Prozent im zweiten Jahr und 6 Prozent im dritten Jahr nach Abschluss der Maßnahme.
Der Steuerbonus bietet einige Vereinfachungen gegenüber dem BAFA-Zuschuss: Ein Energieberater ist nicht zwingend erforderlich und eine Antragstellung vor Beginn der Arbeiten entfällt. Nach Abschluss der Dämmarbeiten genügt eine Fachunternehmererklärung, die zusammen mit der Rechnung beim Finanzamt eingereicht wird.
Voraussetzung für den Steuerbonus: Das Gebäude muss bei Beginn der Maßnahme älter als zehn Jahre sein und vom Eigentümer selbst zu Wohnzwecken genutzt werden. Für vermietete Objekte oder Neubauten ist diese Option nicht verfügbar.
Regionale Fördermöglichkeiten in Brandenburg
Ergänzend zu den Bundesprogrammen bietet die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) mit dem Brandenburg-Kredit zinsgünstige Darlehen für energetische Sanierungsmaßnahmen an. Diese können unter Umständen mit den Bundeszuschüssen kombiniert werden. Eine Anfrage bei der ILB lohnt sich besonders bei umfangreicheren Sanierungsvorhaben, die über die reine Kerndämmung hinausgehen.
Welche Option ist sinnvoller? Der BAFA-Direktzuschuss eignet sich besonders, wenn die Förderung zeitnah zur Finanzierung der Maßnahme benötigt wird – die Auszahlung erfolgt nach Abschluss und Verwendungsnachweis. Der Steuerbonus ist der unbürokratischere Weg und rechnet sich vor allem für Eigentümer mit entsprechend hoher Steuerlast, da der Bonus direkt die Steuerschuld mindert.
Unser Tipp: Wir übernehmen die komplette Förderabwicklung – von der Antragstellung bis zur Auszahlung.
Förderübersicht für Einblasdämmung: Mühlenbecker Land
| Förderweg | Art der Förderung | Max. Förderung | Wichtige Voraussetzungen |
| BEG EM (BAFA) | Zuschuss (15 % – 20 %) | 4.500 € (Basis) / 12.000 € (mit iSFP) | EEE zwingend, Antrag vor Vertragsabschluss |
| § 35c EStG | Steuer-Abzug (20 %) | 40.000 € (verteilt auf 3 Jahre) | Kein Antrag vorab, Fachunternehmer-Bescheinigung nötig |
| KfW 358/359 | Zinsgünstiger Kredit | 120.000 € Kreditsumme | Nur als Ergänzung zum BEG-Zuschuss (BAFA/KfW) |
| KfW 261 | Kredit + Tilgungszuschuss | Bis zu 150.000 € Kredit | Nicht für Einzelmaßnahmen, nur für Effizienzhaus-Sanierung |
| Land (ILB) / Stadt (Mühlenbecker Land) | (Div. Programme) | – | Programme zielen nicht auf Dämm-Einzelmaßnahmen ab |
Stand: November 2025. Die Förderlandschaft unterliegt regelmäßigen Änderungen.
Materialien der Einblasdämmung im Vergleich
Für die Einblasdämmung stehen verschiedene Materialien zur Verfügung, die sich in ihren Eigenschaften, Kosten und Einsatzbereichen unterscheiden. Die Wahl des passenden Dämmstoffs hängt vom jeweiligen Bauteil, den bauphysikalischen Anforderungen und den individuellen Prioritäten ab. Hier ein Überblick über die gängigsten Optionen.
EPS-Granulat
Leichtgewichtiger Allrounder mit Top-Dämmwerten
Expandierte Polystyrol-Kügelchen zu 98% aus Luft. Graphitveredelte Ausführung mit besten Dämmwerten. Absolut feuchteresistent. Der meistverwendete Einblasdämmstoff für zweischalige Wände.
Perlite
Vulkanischer Hochleistungsdämmstoff für extreme Anforderungen
Expandiertes Vulkangestein mit 15-20-facher Volumenvergrößerung bei 1.000°C. Nichtbrennbar, hydrophob und ideal für feuchtebelastete Bereiche. Besonders geeignet für Kerndämmung und Schornsteine.
Glaswolle
Hochleistungs-Einblasdämmung aus recyceltem Glas
Nicht brennbarer Dämmstoff aus recyceltem Altglas mit hervorragenden Schallschutzeigenschaften. Wärmeleitfähigkeit WLG 035. Schimmelresistent, langlebig und ideal für feuchte Bereiche geeignet.
Steinwolle
Premium-Dämmstoff mit überragenden Brandschutzeigenschaften
Mineralischer Hochleistungsdämmstoff aus natürlichem Vulkangestein. Schmelzpunkt über 1.000°C, hervorragende Schallschutzeigenschaften und absolute Formstabilität.
Zellulose
Ökologischer Dämmstoff mit exzellentem Hitzeschutz
Natürlicher Dämmstoff aus recyceltem Altpapier mit Borsalz-Behandlung. Hervorragende Wärmespeicherung sorgt für bis zu 6°C kühlere Räume im Sommer. Feuchteregulierend und schalldämmend.
Holzfaser
Natürlicher Klimaregulator mit Premium-Wohnkomfort
Natürliche Einblasdämmung aus heimischen Nadelholz-Sägeresten. Einzigartige Kombination aus Wärmedämmung und Wärmespeicherung. CO₂-bindend, diffusionsoffen und für optimalen Wohnkomfort.
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Häufig gestellte Fragen zur Einblasdämmung
Wie lange dauert die Installation einer Einblasdämmung?
Die Installation einer Einblasdämmung dauert bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus in der Regel nur einen Tag. Bei größeren Objekten oder Mehrfamilienhäusern sind es meist zwei Tage. Die tatsächliche Dauer hängt von der Fläche und der Zugänglichkeit der Hohlräume ab. Nach Abschluss der Arbeiten ist die Dämmwirkung sofort vorhanden – ohne Wartezeit oder Trocknungsphase.
Benötige ich eine Baugenehmigung für Einblasdämmung in Mühlenbecker Land?
Für eine Einblasdämmung ist im Mühlenbecker Land in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich. Das Einblasverfahren gilt als Instandhaltungsmaßnahme, da die äußere Erscheinung des Gebäudes unverändert bleibt. Bei denkmalgeschützten Gebäuden sollten Sie jedoch vorab die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Oberhavel kontaktieren, um mögliche Auflagen zu klären.
Wie lange hält Einblasdämmung?
Eine fachgerecht ausgeführte Einblasdämmung hält in der Regel die gesamte Lebensdauer des Gebäudes – also 50 Jahre und mehr. Mineralische Dämmstoffe wie Steinwolle oder Glaswolle sind formstabil und setzen sich nicht. Auch Zellulose behält bei trockener Einbausituation dauerhaft ihre Dämmwirkung. Ein Austausch oder eine Erneuerung ist unter normalen Umständen nicht notwendig.
Was passiert bei Feuchtigkeit im Mauerwerk?
Vor jeder Kerndämmung wird der Zustand des Mauerwerks mit einer Kamerabefahrung geprüft. Liegt Feuchtigkeit vor, muss zunächst die Ursache beseitigt werden – etwa durch Abdichtung oder Reparatur schadhafter Fugen. Bei leichter Restfeuchte eignen sich diffusionsoffene Dämmstoffe wie Steinwolle, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können, ohne ihre Dämmwirkung zu verlieren.
Wie schnell bekomme ich die Förderung ausgezahlt?
Die Auszahlung der BAFA-Förderung erfolgt nach Einreichung aller Nachweise in der Regel innerhalb von 4-8 Wochen. Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt und genehmigt werden. Nach Abschluss laden Sie die Rechnung und die Bestätigung des Energieeffizienz-Experten im BAFA-Portal hoch. Die Fördersumme wird dann direkt auf Ihr Konto überwiesen.
Welche Wartung ist nach der Installation erforderlich?
Eine Einblasdämmung ist wartungsfrei. Nach der Installation sind keine regelmäßigen Kontrollen oder Pflegemaßnahmen notwendig. Der Dämmstoff liegt geschützt im Hohlraum und ist keinen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Lediglich bei späteren Umbauarbeiten am Gebäude – etwa dem Verlegen neuer Leitungen – sollte darauf geachtet werden, die Dämmschicht nicht zu beschädigen.
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